Die NSU-Monologe

Dokumentarisches Theater
Der Kampf der Hinterbliebenen um Wahrheit.

Am 10.04.2018 um 19.30 Uhr – Schauspielhaus, Hiltropwall 15
Eintritt frei

Die Ermordung des Dortmunders Mehmet Kubaşıks jährt sich am 4. April zum 12. Mal. Er war ein deutscher Einzelhändler türkischer Herkunft und kurdischer Abstammung. Er wurde mutmaßlich von Mitgliedern der rechtsextremen Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) erschossen.

Das Theaterstück, Die NSU-Monologe wird am 10. April im Theater Dortmund aufgeführt. Der Eintritt ist frei:  www.theaterdo.de/detail/event/die-nsu-monologe/   und http://buehne-fuer-menschenrechte.de/nsu-monologe/

Im Anschluss an die Vorstellung findet eine Diskussion statt. Die Podiumsdiskussion wird gefördert im Programm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; realisiert durch den VMDO e.V.  Es nehmen teil die Berliner Anwältin Antonia von der Behrens, die die Dortmunder Familie Kubaşık in der Nebenklage im Münchner NSU-Prozess vertritt, der Regisseur der NSU-Monologe, Michael Ruf, und Tuğsal Moğul, der als Regisseur und Autor zum NSU geforscht hat. Sein daraus hervorgegangenes Theaterstück Auch Deutsche unter den Opfern, uraufgeführt am Theater Münster, wurde zu verschiedenen Festivals eingeladen und jüngst auch in Istanbul aufgeführt.

Während im Münchner NSU-Prozess in Kürze die Urteile gesprochen werden, erzählen Die NSU-Monologe von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien, die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) geworden sind – von Elif Kubaşık, Adile Şimşek und İsmail Yozgat. Es zeigt den Kampf der drei Hinterbliebenen um die Wahrheit, die die ermittelnden Behörden aus Polizei und Verfassungsschutz nicht ermitteln konnten oder wollten. Die NSU-Monologe sind in Zeiten des Erstarkens von Rechtsextremismus an Aktualität kaum zu überbieten.

Team Projekt Demokratie leben!

Die Aufführung ist auf deutsch mit türkischen und englischen Untertiteln.

Flyer auf türkisch und deutsch zum Downloaden.