Grundsatzerklärung gegen Antisemitismus unterzeichnet

Das Netzwerk zur Bekämpfung des Antisemitismus in Dortmund ist seit Oktober 2018 aktiv. Der Entwurf der Grundsatzerklärung war der erste bedeutende Arbeitsschritt des Netzwerkes.

Grundsatzerklärung des Netzwerks zur Bekämpfung von Antisemitismus in Dortmund

Am 1. März unterzeichneten stellvertretend für die Netzwerkpartner – rund 20 unterschiedliche Gruppierungen und Institutionen – Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Klaus Wegener, Präsident der Auslandsgesellschaft, sowie Polizeipräsident Gregor Lange die Grundsatzerklärung im Dortmunder Rathaus.
Der VMDO wurde durch den Vorstandsvorsitzenden Jeyakumaran Kumarasamy, Selda Ilter-Şirin  und Dr. Kirsten Hoesch vertreten.

Antisemitismus bedroht nicht nur Menschen jüdischen Glaubens, er bedroht uns alle. Es geht um die Grundwerte der Demokratie. Antisemitische Einstellungen sind tief in unserer Gesellschaft verwurzelt und ziehen sich durch alle Bevölkerungsgruppen. An einer Studie in 12 EU-Ländern, die 96 Prozent der jüdischen Bevölkerung abdecken, haben 16.395 Personen teilgenommen. Das Ergebnis lässt erschreckt aufhorchen. Demnach sehen seit 2013 89 % den Antisemitismus wachsen. 28 % der Juden wurden im letzten Jahr angefeindet oder gar angegriffen. 38 % von ihnen überlegen auszuwandern. So ist wichtig, sich des alltäglichen Antisemitismus wieder mehr bewusst zu werden, wieder aufmerksam zu sein, bzw. es zu werden – daran will das Netzwerk arbeiten.