Das Projekt „Demokratie leben!

Der Ton in der öffentlichen Debatte ist rauer geworden, so scheint es. Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Sexismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit finden sich jedoch nicht nur in populistischen Äußerungen und den Echokammern der sozialen Medien, sondern auch in Einstellungen und Verhaltensweisen im alltäglichen Miteinander. Hier setzt das Projekt ,Demokratie leben!‘ an. Es möchte mit seinen Angeboten, Workshops und Veranstaltungen junge Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte erreichen und zur Reflexion verschiedener Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bewegen.

Ziele und Zielgruppe

Ganz konkret zielt das Projekt darauf Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 18 bis 27 Jahren für den Themenkomplex zu interessieren und zu sensibilisieren. Doch wie kann das gelingen? Entscheidend ist es, attraktive Veranstaltungen und Angebote zu entwickeln. U.a. werden im Rahmen des Projektes Theater-Workshops, Comic-Workshops, Poetry-Slams, Graffiti-Workshops u. Ä. angeboten. Jugendliche mit und ohne Migrationsgeschichte werden miteinander ins Gespräch gebracht. Dazu arbeiten wir mit versierten Partnern in der Jugendarbeit, in Sport, Kultur, interreligiösem Dialog und politischer Bildung zusammen, vor Ort wie auch überregional. Eine wichtige Rolle spielt auch die Einbindung von Dortmunder Vereinen, die in der Jugendarbeit aktiv sind. Hier möchten wir aktiv Austausch und Begegnung von Vereinen und Initiativen mit und ohne Migrationsbezug vorantreiben.

Modellprojekt und Bundesprojekt

Das Modellprojekt beim VMDO wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Es ist Teil des umfassenden Bundesprojektes ,Demokratie leben!‘, das darauf zielt deutschlandweit Initiativen, Vereine und engagierte Bürger_innen zu unterstützen, die sich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander einsetzen. Das Bundesprojekt ist auch ein zentraler Baustein der Bundesregierung zur Extremismusprävention und Demokratieförderung.

Wie ist eine Beteiligung möglich?

  • Die meisten der Veranstaltungen stehen allen interessierten Personen offen.
  • Es ist eine Teilnahme an Veranstaltungen wie z.B. Expertendiskussionen, Reflexionsräume, Lesungen, Workshops, Ausstellungen, Exkursionen und Seminare möglich.
  • Migrantenorganisationen und Nichtmigrantenorganisationen können Vorschläge zur Planung und Durchführung von Workshops machen, Bedarfe mitteilen oder auch eigene Veranstaltungen im Rahmen der Projektziele anbieten. 
  • Schulen als Ort des interaktiven Austauschs zwischen Schüler_innen und Expert_innen zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Diskriminierung sind wichtige Partner.
  • Jugendkulturprojekte erhalten eine Plattform für Austausch und Begegnung.